Dem Trend der Zeit folgend, stellte Škoda die Heckmotor-Limousine 1000 MB vor. Damit verfügte der tschechische Hersteller erstmals über ein Modell mit selbsttragender Karosserie. Der Einliter-Motor war das modernste Aggregat seiner Klasse mit einem Motorblock, der im patentierten Aluminium-Druckgussverfahren hergestellt wurde. 1970 wurde mit dem 110R auch ein sportliches Modell präsentiert, das wie der Felicia im Werk Kvasiny gebaut wurde. Daraus entwickelten die Ingenieure das Spitzenmodell 130 RS, mit dem Werksfahrer und Privatiers zahlreiche Siege erringen konnten. Bei der Rallye Monte-Carlo 1977 gelang ein bejubelter Klassensieg, in der Tourenwagen-Europameisterschaft 1981 sogar der Markentitel. Da der fortschrittliche Basismotor mit 1 Liter Hubraum die sportlichen Gene schon in sich trug, konnte er auch als Rennmotor überzeugen. 1968 gewann der Werksfahrer Miroslav Fousek die osteuropäische Formel-3-Meisterschaft.
Eine Revolution in der Modellgeschichte war die Einführung der Modellreihe Favorit im Jahre 1987. Damit gelang in Rekordzeit die Umstellung auf das moderne Fahrzeugkonzept mit vorn eingebautem Motor, Vorderradantrieb und kompakter Karosserie mit grosser Heckklappe. Die dauerhafte Stagnation der Wirtschaft begann nach den Siebzigern und erreichte auch den in Mladá Boleslav domizilierten Automobilhersteller, trotz der führenden Position der Firma im osteuropäischen Markt. Die Produktion wuchs erst wieder, als die Produktion der Škoda Favorit Modellreihe 1987 begann.