Fragen und Antwort

1. Was genau wurde gemacht und wie?
In den Fahrzeugen mit Dieselmotoren des Typs EA 189 ist eine Software hinterlegt, die im Prüfstandbetrieb für die Emission gesetzeskonformer NOx-Werte sorgt.


2. Welche Fahrzeuge aus dem VW-Konzern sind überhaupt betroffen?
Betroffen sind Modelle von VW, Audi, ŠKODA und Seat der Baujahre 2009 bis 2014 mit Dieselmotoren der Typbezeichnung EA 189 (1.2, 1.6 und 2.0 Liter Hubraum), welche die Euro-5-Abgasnorm erfüllen. Konkret finden sich diese Motoren bei:

Audi: A1, A3, A4, A5, A6, Q3, Q5, TT

Seat: Ibiza, Leon, Exeo, Altea, Alhambra

ŠKODA: Fabia, Yeti, Rapid, Roomster, Octavia, Superb

VW: Polo, Golf, Passat, Touran, Tiguan, Beetle, Sharan, Amarok, Caddy


3. Woran erkenne ich ob mein Fahrzeug betroffen ist?
Seit dem 2. Oktober 2015 kann jeder Kunde in Europa Online (z.B.: www.skoda.ch) oder über seinen Handels- oder Servicepartner die Auskunft erhalten, ob sein Fahrzeug betroffen ist. Die Datenbank enthält alle betroffenen Abgasnormen.

Die Datenbank gibt neu auch Auskunft, ob bei einem betroffenen Fahrzeug das Software-Update bereits ausgeführt wurde und es jetzt gesetzeskonform ist.


4. Mein Fahrzeug ist betroffen. Kann ich das Fahrzeug weiter bewegen?
Ja, das Fahrzeug kann uneingeschränkt weiter genutzt werden. Es ist technisch sicher und fahrbereit.


5. Mein Fahrzeug ist betroffen. Von wem werde ich über weitere Schritte informiert?
In einem ersten standardisierten Schreiben wurden die betroffenen Fahrzeughalter aufgrund der vom Bundesamt für Strassen (ASTRA) zur Verfügung gestellten Adressen Anfang November 2015 darüber in Kenntnis gesetzt, dass für ihr Fahrzeug eine Rückrufmassnahme vorgesehen ist. In einem zweiten Schreiben wurden die betroffenen Fahrzeughalter bis Anfang Februar 2016 über die technischen Lösungen für alle drei betroffenen Motorenvarianten und den vorgesehenen Zeitplan informiert sowie auch gebeten, eine weitere schriftliche Information abzuwarten, bevor sie aktiv Kontakt zu einem offiziellen Partnerbetrieb aufnehmen. Sobald die benötigte, spezifische Software für das jeweilige Fahrzeug zur Verfügung steht und von den Behörden freigegeben ist, werden Sie von der AMAG mittels dem offiziellen, mit dem ASTRA abgestimmten Rückrufschreiben frühzeitig benachrichtigt und aufgefordert, umgehend einen Termin zur Umsetzung der technischen Lösung mit einem frei zu wählenden offiziellen ŠKODA Partnerbetrieb zu vereinbaren.


6. Muss ich als Halter eines solchen Autos etwas tun?
Nein. Sie werden von der AMAG ein Schreiben mit der Einladung erhalten, mit einem offiziellen ŠKODA Vertragspartner einen Termin zu vereinbaren, um die Nachbesserungsarbeiten durchführen zu lassen. Diese sind gratis. Diese Schreiben werden je nach Fortschritt des Rückrufs und der Anerkennung der technischen Lösungen nach Hubraum und Modell im Laufe des Jahres 2016 versandt. Die Volkswagen AG und AMAG haben auf eine Verjährung bis Ende 2017 verzichtet: Es reicht, wenn Sie sich in Geduld üben. Die Autos können ohne Einschränkungen genutzt werden.


7. Mein Fahrzeug ist betroffen. Muss es jetzt sofort in die Werkstatt?
Nein. Alle betroffenen Fahrzeuge sind technisch sicher und fahrbereit. Für den Einsatz der erarbeiteten technischen Abstellmassnahmen werden die Kunden der betroffenen Fahrzeuge in die Werkstätten gerufen werden.


8. Muss ich als Besitzer dem Rückruf eigentlich Folge leisten?
Ja, der Rückruf ist verbindlich. Sie müssen allerdings nicht gleich in die Garage rennen: Sie können beispielsweise vereinbaren, die Nachbesserung im Rahmen einer regulären Servicearbeit machen zu lassen. Nach gewisser Zeit, sollten Sie dem Rückruf noch keine Folge geleistet haben, erhalten Sie von der AMAG ein weiteres Schreiben. Nach einer letzten Vorladung könnte das kantonale Strassenverkehrsamt den Fahrzeugausweis und das Kennzeichen jedoch zurückziehen, wenn das Fahrzeug nicht an die Normen angepasst wurde.


9. Wie sehen die technischen Servicemassnahmen aus?
Die 1,2 und 2,0-Liter-Aggregate bekommen ein Software-Update. Die reine Arbeitszeit für diese Massnahme wird rund eine halbe Stunde am Fahrzeug betragen.

Beim 1,6-Liter EA 189-Motor wird zusätzlich direkt vor dem Luftmassenmesser ein sogenannter Strömungsgleichrichter befestigt. Das ist ein Gitternetz, das den verwirbelten Luftstrom vor dem Luftmassenmesser beruhigt und so die Messgenauigkeit des Luftmassenmessers entscheidend verbessert. Der Luftmassenmesser ermittelt die aktuell durchgesetzte Luftmasse; ein für das Motormanagement sehr wichtiger Parameter für einen optimalen Verbrennungsvorgang. Zudem wird auch an diesem Motor ein Software-Update durchgeführt. Die reine Umsetzung der technischen Massnahmen wird voraussichtlich weniger als eine Stunde am Fahrzeug in Anspruch nehmen.


10. Was macht das Software Update? Wie funktioniert es?
Das Software-Update greift neueste Erkenntnisse aus der Weiterentwicklung des Diesel-Brennverfahrens der letzten Jahre (Motortyp EA288 EU6) auf und setzt nun ein erweitertes Einspritzmuster ein. Unter Optimierung des betriebspunktabhängigen Einspritzdruckes und der Abgasrückführrate kommt es nun zu einer zusätzlichen angelagerten Nacheinspritzung. Durch diese Strategie kann die emittierte Russmasse ohne NOx-Nachteil gesenkt werden, was zu einer Verbesserung der NOx-Partikel-Trade-off-Kurve führt. Das Software-Update zeigt dabei keine nachteiligen Einflüsse auf den Verbrauch oder die Dauerhaltbarkeit des Motors und seiner Komponenten auf.


11. Was wird in der Garage mit dem Auto gemacht?
Es wird an das spezifische Diagnosegerät angeschlossen. Dieses baut eine Verbindung ins Werk auf, installiert die neue Software und vermerkt es in der Historie des Fahrzeugs. Dies dauert etwa 30 Minuten. Für die 1,6-l-Modelle wird zudem ein Strömungsgleichrichter befestigt (etwa 60 Minuten).


12. Wann steht die Massnahme für die Kunden zur Verfügung?
Aufgrund der Vielzahl der zu entwickelnden technischen Lösungen wird die Nachbesserung der Fahrzeuge in mehreren Stufen über das ganze Kalenderjahr 2016 erfolgen. Die Nachbesserungsmassnahmen bei den offiziellen ŠKODA Vertragspartnern starten abhängig von dem im Fahrzeug verbauten Motor sowie der jeweiligen Ausstattung: 2,0L seit März, 1,2L ab dem 3. Quartal und 1,6L ab dem 4. Quartal. Für den VW Amarok der ersten Generation hat der Rückruf bereits Ende Januar 2016 begonnen.


13. Kann ich den Rückruf bei jedem Garagisten ausführen lassen?
Nein, nur die offiziellen Marken-Partner sind berechtigt und können die Rückruf-Arbeiten machen.


14. Wie sieht der zeitliche Ablauf der Rückrufaktion aus?
Die Rückrufaktion hat mit dem 2.0 TDI-Motor im VW Amarok begonnen. Durch Aufspielen einer neuen Motorsteuerungs-Software erfüllen die betroffenen Fahrzeuge die erforderlichen Grenzwerte zur Einhaltung der EU5-Abgasnorm. Ziel der Volkswagen AG war es immer, durch diese Massnahme keine Veränderung der Verbrauchswerte, der Leistungsdaten sowie der CO2- und Geräuschemissionen bei den betroffenen Fahrzeugen hervorzurufen. Das Kraftfahrt-Bundesamt KBA (wie auch die anderen Zulassungsstellen) hat für alle bislang freigegebenen Varianten bestätigt, dass dieses Ziel vollumfänglich erreicht worden ist. Auch alle weiteren Fahrzeuge werden vor deren Freigabe durch die Behörden diesbezüglich überprüft werden.


15. Überprüfen die Behörden alle Fahrzeuge vor der Freigabe?
Das KBA (wie auch die anderen Zulassungsstellen) gibt das Software-Update für die jeweiligen Fahrzeuge erst frei, wenn neben der Erreichung des NOx-Zielwertes auch bestätigt ist, dass durch diese Massnahme keine Veränderung der Verbrauchswerte, der Leistungsdaten sowie der CO2- und Geräuschemissionen bei den betroffenen Fahrzeugen hervorgerufen werden.


16. Volkswagen hat bekannt gegeben, dass es bei Diesel-Fahrzeugen mit den Motoren des Typs EA189, die zusätzlich mit SCR-Systemen ausgestattet sind, nach dem Software-Update unter bestimmten Bedingungen zu einem Mehrverbrauch von AdBlue kommen kann. Ist auch mein Fahrzeug davon betroffen?
Eine kleine Anzahl von Fahrzeugen der Marken VW, Audi und SEAT mit 2.0 TDI EA 189 Motoren sind mit einem SCR-System ausgestattet, welches AdBlue zur Abgasreinigung nutzt. ŠKODA ist nicht betroffen.


17. Bestehen nach der Umrüstung Performance- bzw. Verbrauchseinschränkungen oder Änderungen im Fahrverhalten?
Das KBA führt vor der Freigabe diverse Tests durch und hat jeweils bestätigt, dass Leistung, Verbrauch und Geräuschentwicklung unverändert oder besser sind. Dies entspricht dem Ziel von Volkswagen, durch die Umsetzung der technischen Massnahmen in den Fahrzeugen weder die Verbrauchswerte, die Leistungsdaten noch die CO2-Emissionen negativ zu verändern.

Für die ersten Modelle, für welche das Software-Update vorliegt, wurden mit verschiedenen Messverfahren sowohl auf dem Prüfstand als auch im Rahmen von Testfahrten auf normalen Strassen über mehrere tausend Kilometer nachgewiesen, dass sich die Verbräuche nicht ändern. Erste Tests haben jetzt sogar bestätigt, dass die Verbrauchswerte sogar besser sind als vor dem Update. Dies haben jetzt auch unabhängige Prüfstellen wie ADAC, OeAMTC und TCS bestätigt.

18. Kommt es nach der Umrüstung zu technischen Problemen?
ŠKODA hat immer erklärt, dass mit der Umsetzung des Updates hinsichtlich Treibstoffverbrauch, CO2-Emissionen, Motorleistung und Drehmoment, Geräuschemissionen sowie Dauerhaltbarkeit des Motors und seiner Komponenten keine Verschlechterungen verbunden sind und alle typgenehmigungsrelevanten Fahrzeugwerte unverändert Bestand haben. Die Regulierungsbehörden haben ausdrücklich bestätigt, dass die gesetzlichen Anforderungen erfüllt sind. Diese Bestätigung gilt auch für die Anforderungen an die Dauerhaltbarkeit des Emissionskontrollsystems.


19. Ich habe gehört, dass seitens ŠKODA „“vertrauensbildende Massnahmen“ gibt. Was bedeuten diese?
Mit der Vertrauensbildenden Massnahme sagt ŠKODA seinen Kunden zu, dass es eventuelle Beschwerden, die im Zusammenhang mit der technischen Massnahme an Fahrzeugen mit Dieselmotoren des Typs EA189 stehen und bestimmte Teile des Motor- und Abgasreinigungssystems betreffen, aufgreifen wird. Diese vertrauensbildende Massnahme gilt grundsätzlich für einen Zeitraum von 24 Monaten nach Durchführung des Updates und bis zu einer Gesamtlaufleistung des jeweiligen Fahrzeuges von max. 250‘000 km bei Inanspruchnahme der vertrauensbildenden Massnahme (je nachdem, welches Kriterium früher greift).

ŠKODA hat immer erklärt, dass mit der Umsetzung des Updates hinsichtlich Dauerhaltbarkeit des Motors und seiner Komponenten keine Verschlechterungen verbunden sind und alle typgenehmigungsrelevanten Fahrzeugwerte unverändert Bestand haben. Die Regulierungsbehörden haben ausdrücklich bestätigt, dass die gesetzlichen Anforderungen erfüllt sind. Diese Bestätigung gilt auch für die Anforderungen an die Dauerhaltbarkeit des Emissionskontrollsystems.

Hieran ändert sich durch die vertrauensbildende Massnahme nichts. Damit gibt ŠKODA vielmehr nun ein weiteres klares Signal dafür, dass mit dem Update keine negativen Auswirkungen auf die Dauerhaltbarkeit des Fahrzeugs verbunden sind. Ziel ist es, das Vertrauen aller Kunden in die Zuverlässigkeit des Updates zu stärken.

Detaillierte Auskunft über die Voraussetzungen und den Umfang der vertrauensbildenden Massnahme können Kunden zeitnah bei allen Partnerbetrieben der Marken erhalten.


20. Welche Marken bieten die vertrauensbildende Massnahme und welche Modelle sind davon betroffen?
Die vertrauensbildende Massnahme gilt für alle Fahrzeuge mit Dieselmotoren des Typs EA189 der Marken Volkswagen, Audi, Seat, Skoda und Volkswagen Nutzfahrzeuge, bei denen das Update durchgeführt wurde.


21. Für wen gilt die vertrauensbildende Massnahme?
Die vertrauensbildende Massnahme gilt für alle ŠKODA Kunden, deren Fahrzeuge mit dem Dieselmotor des Typ EA189 ausgestattet sind und die ihr Fahrzeug im Rahmen der Serviceaktion 23R6 im Kontext der Dieselthematik updaten lassen, allerdings nur innerhalb einer Gesamtlaufleistung des Fahrzeugs von maximal 250‘000 km bei Inanspruchnahme der vertrauensbildenden Massnahme und bei nachgewiesener vorheriger Durchführung aller durch den Hersteller empfohlenen Service- und Wartungsarbeiten (d.h. „scheckheftgepflegte“ Fahrzeuge).

Selbstverständlich gilt die vertrauensbildende Massnahme auch rückwirkend für alle Fahrzeuge, die bereits in der Vergangenheit das Update erhalten haben und zwar ab dem Tag der Durchführung des Updates (sofern alle weiteren Voraussetzungen für die vertrauensbildende Massnahme erfüllt sind). Die vertrauensbildende Massnahme ist an die jeweilige Fahrgestellnummer gebunden, so dass dieses bei einem zwischenzeitlichen Verkauf innerhalb des 24-monatigen Zeitraums auch für den nachfolgenden Fahrzeugeigentümer gilt.

22. Welche Teile werden durch die vertrauensbildende Massnahme abgedeckt?
Die vertrauensbildende Massnahme gilt für insgesamt 11 Bauteile des Abgasrückführungssystems, des Kraftstoffeinspritzsystems und des Abgasnachbehandlungssystems: Lambdasonde, Temperaturfühler, Umschaltventil Abgasrückführung, Ventil Abgasrückführung, Differenzdrucksensor, Einspritzdüse, Hochdruckpumpe, (Kraftstoff-) Verteilerleiste, Druckregelventil, Drucksensor, Einspritzleitung. Die Markenpartner sind informiert, welche Bauteile dies sind.

Auf die Erklärung von ŠKODA, dass den Kunden durch die technischen Massnahmen keine Nachteile im Hinblick auf die Dauerhaltbarkeit des Motors und seiner Komponenten entstehen, hat die vertrauensbildende Massnahme keine Auswirkung. Die Regulierungsbehörden haben bestätigt, dass das Update alle gesetzlichen Anforderungen erfüllt und hinsichtlich Kraftstoffverbrauch, CO2-Emissionen, Motorleistung und Drehmoment sowie Geräuschemissionen zu keinen Verschlechterungen führt.

23. Was sind die Voraussetzungen dass ich von der vertrauensbildenden Massnahme profitieren kann?

Zusätzlich zu den oben ausgeführten Voraussetzungen:
1) Die vertrauensbildende Massnahme
• kann nur gegenüber und von einem autorisierten Servicepartner erhoben, beurteilt und ausgeführt werden,
• gilt ausschliesslich für Defekte in Werkstoff und Werkarbeit der folgenden Fahrzeugkomponenten: Lambdasonde, Temperaturfühler, Umschaltventil Abgasrückführung, Ventil Abgasrückführung, Differenzdrucksensor, Einspritzdüse, Hochdruckpumpe, (Kraftstoff-)Verteilerleiste, Druckregelventil, Drucksensor, Einspritzleitung
• umfasst nicht die Bereitstellung von Ersatzfahrzeugen, Ersatz von Aufwendungen, Schäden etc.

2) setzt voraus, dass
• das betroffene Fahrzeug EA 189 an der Serviceaktion 23R6 teilgenommen hat
• das Fahrzeug ordnungsgemäss gemäss den Serviceplänen, Service-Updates und Rückrufen gemäss ŠKODA gewartet wurde,

3) und sofern keiner der folgenden Fälle gilt:
• Fälle von natürlichem Verschleiss, d.h. der Beeinträchtigung des Fahrzeugs und seiner Teile durch Abnutzung
• Der Eigentümer oder ein nicht autorisierter Servicepartner und/oder Händler hat das Fahrzeug nicht ordnungsgemäss repariert, gewartet oder gepflegt (z. B. durch Verwendung von Teilen, die der Hersteller nicht genehmigt hat)
• Die Vorschriften über den Betrieb, die Behandlung und die Pflege des Fahrzeugs, z.B. aus der Bedienungsanleitung, sind nicht befolgt worden.
• Das Fahrzeug wurde durch Dritte oder durch externe Einflüsse wie Unfälle, Gewitter / Hagel, Hochwasser etc. beschädigt, die den Gegenstand der Beschwerde hervorgerufen haben. • Sämtliche den Partikelfilter betreffende Beschwerden, die auf die Aschebelastung des Partikelfilters zurückzuführen sind.
• Es wurden Teile in das Fahrzeug eingebaut, die der Hersteller nicht genehmigt hat, oder das Fahrzeug wurde in einer nicht autorisierten Weise geändert, z.B. durch (Chip-)Tuning.
• Das Fahrzeug wurde unsachgemäss genutzt, z.B. bei Motorsportwettbewerben oder durch Überladung.
• Der Fahrzeughalter hat die Beschwerde nicht innerhalb eines angemessenen Zeitraums angezeigt.
• Der Fahrzeughalter hat ŠKODA nicht die Möglichkeit gegeben, innerhalb eines angemessenen Zeitraums den Gegenstand der Beschwerde zu klären.


24. Gelten die vertrauensbildenden Massnahme auch dann, wenn an meinem Fahrzeug das Software Update bereits gemacht wurde?
Ja. Die vertrauensbildenden Massnahmen gelten auch rückwirkend für alle Fahrzeuge, bei denen bereits in der Vergangenheit das Software Update gemacht wurde - und zwar ab dem Tag des Updates (sofern alle weiteren Voraussetzungen für die vertrauensbildenden Massnahmen erfüllt sind).

Sollten Ihnen Kosten für Leistungen entstanden sein, die in Zusammenhang mit der Reparatur eines der definierten Bauteile (siehe Frage „Welche Teile werden durch die vertrauensbildende Massnahme abgedeckt) stehen, wird ŠKODA prüfen, ob die Voraussetzungen erfüllt sind und ob die Ihnen entstandenen Kosten von ŠKODA übernommen werden. Anträge auf Kostenübernahme müssen bis zum 31. Dezember 2017 bei einem offiziellen ŠKODA Servicepartner in dem Land, in dem die Leistungen erbracht wurden, eingereicht werden.


25. Kann ich die Umrüstung bei jedem ŠKODA Vertragspartner durchführen lassen?

Ja, alle Partner der Marken Volkswagen, Audi, SEAT, ŠKODA und VW Nutzfahrzeuge im In- und europäischen Ausland werden informiert. Ihr offizieller ŠKODA Vertragspartner kann die Umrüstung durchführen. Wir prüfen derzeit noch zusätzliche Lösungen, etwa «Flying Doctors» für Gross- und Flottenkunden.


26. Sind auch Motoren mit EU6-Standard betroffen?
Die in der Europäischen Union angebotenen Neuwagen mit Dieselantrieb nach EU 6-Norm aus dem Volkswagen Konzern erfüllen die gesetzlichen Anforderungen und Umweltnormen.


27. Sind von den Abgasproblemen auch Benzinmotoren betroffen?
Nein. Die Benzinmotoren sind nicht betroffen, da die Systeme der Abgasnachbehandlung bei Diesel- und Benzinmotoren völlig verschieden sind. Die Benzinmotoren sind somit von der Umschaltproblematik beim Diesel nicht betroffen.


28. Woran werden Gebrauchtwagenkäufer in Zukunft erkennen können, ob das Fahrzeug bereits nachgebessert wurde? Gibt es eine spezielle Kennzeichnung am Fahrzeug?
Ja, es gibt im Bereich der Reserveradmulde im Kofferraum einen Aktionsaufkleber, der die Nachbesserungsmassnahme ausweist. Ausserdem wird diese in der elektronischen Fahrzeughistorie hinterlegt, auf die jeder ŠKODA Vertragspartner Zugriff hat. Ebenfalls wird die Nachbesserung im Serviceheft des Fahrzeugs händisch eingetragen.


29. Können durch den Einsatz der Manipulationssoftware Schäden am Fahrzeug entstehen?
Nein, durch den Einsatz der Software können keinerlei Schäden an Ihrem Fahrzeug entstehen. Mit der genutzten Software konnte eine Prüfstandsituation durch das Fahrzeug erkannt werden, im normalen Alltagsbetrieb war die Software inaktiv.


30. Ich habe an meinem Fahrzeug ein Chiptuning durchführen lassen. Geht das Tuning bei Durchführung der Aktion verloren? Wer übernimmt die Kosten zur Wiederherstellung des Tunings?
Beim Aufspielen der neuen Software im Rahmen des Rückrufs geht ein etwaiges vorhandenes Chiptuning am Fahrzeug verloren. Sofern es sich dabei um ein gesetzeskonformes, eingetragenes Chiptuning handelt, übernimmt ŠKODA die Kosten zur Wiederherstellung des Chiptunings. Zur Absprache der Vorgehensweise wenden Sie sich an Ihren ŠKODA Vertragspartner, sobald Sie den Kundenbrief zur Terminvereinbarung erhalten.


31. Was muss bei Fahrzeugen mit nachträglicher Leistungssteigerung (Chip-Tuning, Zusatzsteuergerät, Software-Änderung des Seriensteuergerätes, etc.) beachtet werden?
Details zum Thema finden Sie unter http://www.amag.ch/amagch/corp/de/werkstatt/tuning.html.


32. Mein Fahrzeug ist betroffen. Entstehen mir Kosten?
Nein, die Kosten für die Nachbesserung werden von der Volkswagen AG übernommen, unabhängig von der Gewährleistungsfrist.


33. Gibt es einen Einfluss auf die Restwerte von betroffenen Fahrzeugen?
Wir gehen derzeit davon aus, dass die Nachbesserung der betroffenen Fahrzeuge keine nachteiligen Auswirkungen auf den Restwert haben wird. Geringfügige Preisschwankungen sind bei Gebrauchtwagen völlig normal, unabhängig vom Fahrzeugtyp. Was wir aktuell im Markt für gebrauchte Dieselfahrzeuge beobachten, liegt innerhalb der normalen Schwankungsbreite. Dies bestätigen unabhängige Institute wie z.B. Eurotax. Wir haben ebenfalls keine Anhaltspunkte für die Annahme, dass Händler, die keine ŠKODA Partner sind, niedrigere Werte beim Abverkauf der betroffenen Fahrzeuge erzielen, als ŠKODA Vertragshändler.


34. Verliert mein Auto durch die Nachbesserung an Wert?
Prognosen sind zum jetzigen Zeitpunkt schwierig zu machen. Wie der ganze Fahrzeugmarkt, wird auch der Occasionsmarkt stark von Angebot und Nachfrage bestimmt. Um den Wert zu erhalten, ist es im Moment wichtig, dass die Fahrzeuge wieder die gesetzlichen Anforderungen und Umweltnormen erfüllen.

Wir gehen derzeit davon aus, dass die Nachbesserung der betroffenen Fahrzeuge keine nachteiligen Auswirkungen auf den Restwert haben wird. Geringfügige Preisschwankungen sind bei Gebrauchtwagen völlig normal, unabhängig vom Fahrzeugtyp. Was wir aktuell im Markt für gebrauchte Dieselfahrzeuge beobachten, liegt innerhalb der normalen Schwankungsbreite. Dies bestätigen unabhängige Institute wie z.B. Eurotax.


35. Ich habe vernommen, dass zwischen der Stiftung für Konsumentenschutz (und den Schwesterorganisationen FRC/ACSI) und AMAG Gespräche zur Entschädigung der betroffenen Kunden stattgefunden haben und diese nun abgebrochen wurden. Was ist da der Hintergrund?
Die Resultate, welche die Gespräche bisher zeitigen, sind aus Sicht der Stiftung für Konsumentenschutz (SKS) offenbar unbefriedigend. Daher hat die SKS diese vorderhand unterbrochen. Die AMAG hat in verschiedenen Punkten Unterstützung geboten, wie zum Beispiel bei Nachmessungen von Fahrzeugen. Ebenfalls hat die AMAG schon mehrmals betont, dass sie marktkonforme Eurotax-Eintauschpreise in ihrer Organisation bietet und sich betroffene Kunden jederzeit an das Unternehmen wenden können. Wenn es darüber hinaus Härtefälle gibt, die der Allianz der Konsumentenschutz-Organisation vorliegen, kann sie sich ebenfalls gerne an die AMAG wenden. Zum jetzigen Zeitpunkt liegen zudem keine Anhaltspunkte vor, dass die technischen Massnahmen zu einer damit in Verbindung stehenden späteren Schädigung der Fahrzeuge führen. Falls sich Anzeichen diesbezüglich ergeben sollten, hat die AMAG der Allianz der Konsumentenschutz-Organisationen angeboten, die Gespräche diesbezüglich wieder aufzunehmen.


36. Gibt es eine Entschädigung oder ein Rückkaufrecht?
Nein, nach der kostenlosen Nachbesserung erfüllen die Fahrzeuge die geforderten Grenzwerte. Es ist auch kein Mehrverbrauch oder Minderwert des Fahrzeugs zu erwarten. Damit entstehen für den Kunden kein Schaden und folglich auch kein Anrecht auf Entschädigung.