Fragen und Antwort

1. Was genau wurde ursprünglich gemacht und wie?
In den Fahrzeugen mit Dieselmotoren des Typs EA 189 ist eine Software hinterlegt worden, die im Prüfstandbetrieb für die Emission gesetzeskonformer NOx-Werte sorgte.

2. Welche Fahrzeuge aus dem VW-Konzern sind überhaupt betroffen?
Betroffen waren Modelle von VW, Audi, ŠKODA und Seat der Baujahre 2009 bis 2015 mit Dieselmotoren der Typbezeichnung EA 189 (1.2, 1.6 und 2.0 Liter Hubraum), welche die Euro-5-Abgasnorm erfüllen.

Konkret finden sich diese Motoren bei:
Audi: A1, A3, A4, A5, A6, Q3, Q5, TT
Seat: Ibiza, Leon, Exeo, Altea, Alhambra
ŠKODA: Fabia, Yeti, Rapid, Roomster, Octavia, Superb
VW: Polo, Golf, Passat, Touran, Tiguan, Beetle, Sharan, Amarok, Caddy

Zwischenzeitlich sind alle in der Schweiz zugelassenen und eingelösten Fahrzeuge mit EU-Gesamttypengenehmigung mit einem Software-Update versehen.

3. Was macht das Software Update? Wie funktioniert es?
Das Software-Update greift neueste Erkenntnisse aus der Weiterentwicklung des Diesel-Brennverfahrens der letzten Jahre (Motortyp EA288 EU6) auf und setzt nun ein erweitertes Einspritzmuster ein. Unter Optimierung des betriebspunktabhängigen Einspritzdruckes und der Abgasrückführrate kommt es nun zu einer zusätzlichen angelagerten Nacheinspritzung. Durch diese Strategie kann die emittierte Russmasse ohne NOx-Nachteil gesenkt werden, was zu einer Verbesserung der NOx-Partikel-Trade-off-Kurve führt. Das Software-Update zeigt dabei keine nachteiligen Einflüsse auf den Verbrauch oder die Dauerhaltbarkeit des Motors und seiner Komponenten auf.

4. Volkswagen hat bekannt gegeben, dass es bei Diesel-Fahrzeugen mit den Motoren des Typs EA189, die zusätzlich mit SCR-Systemen ausgestattet sind, nach dem Software-Update unter bestimmten Bedingungen zu einem Mehrverbrauch von AdBlue kommen kann. Ist auch mein Fahrzeug davon betroffen?

Eine kleine Anzahl von Fahrzeugen der Marken VW, Audi und SEAT mit 2.0 TDI EA 189 Motoren sind mit einem SCR-System ausgestattet, welches AdBlue zur Abgasreinigung nutzt. ŠKODA ist nicht betroffen.


5. Bestehen nach der Umrüstung Performance- bzw. Verbrauchseinschränkungen oder Änderungen im Fahrverhalten?
Das KBA führte vor der Freigabe diverse Tests durch und hat jeweils bestätigt, dass Leistung, Verbrauch und Geräuschentwicklung unverändert oder besser sind. Dies entspricht dem Ziel von Volkswagen, durch die Umsetzung der technischen Massnahmen in den Fahrzeugen weder die Verbrauchswerte, die Leistungsdaten noch die CO2-Emissionen negativ zu verändern.

Zudem wurde mit verschiedenen Messverfahren sowohl auf dem Prüfstand als auch im Rahmen von Testfahrten auf normalen Strassen über mehrere tausend Kilometer nachgewiesen, dass sich die Verbräuche nicht ändern. Tests haben sogar bestätigt, dass die Verbrauchswerte sogar besser sind als vor dem Update. Dies haben jetzt auch unabhängige Prüfstellen wie ADAC, OeAMTC und TCS bestätigt.


6. Kommt es nach der Umrüstung zu technischen Problemen?
ŠKODA hat immer erklärt, dass mit der Umsetzung des Updates hinsichtlich Treibstoffverbrauch, CO2-Emissionen, Motorleistung und Drehmoment, Geräuschemissionen sowie Dauerhaltbarkeit des Motors und seiner Komponenten keine Verschlechterungen verbunden sind und alle typgenehmigungsrelevanten Fahrzeugwerte unverändert Bestand haben. Die Regulierungsbehörden haben ausdrücklich bestätigt, dass die gesetzlichen Anforderungen erfüllt sind. Diese Bestätigung gilt auch für die Anforderungen an die Dauerhaltbarkeit des Emissionskontrollsystems.


7. Ich habe gehört, dass seitens ŠKODA „“vertrauensbildende Massnahmen“ gibt. Was bedeuten diese?
Mit der Vertrauensbildenden Massnahme sagt ŠKODA seinen Kunden zu, dass es eventuelle Beschwerden, die im Zusammenhang mit der technischen Massnahme an Fahrzeugen mit Dieselmotoren des Typs EA189 stehen und bestimmte Teile des Motor- und Abgasreinigungssystems betreffen, aufgreifen wird. Diese vertrauensbildende Massnahme gilt grundsätzlich für einen Zeitraum von 24 Monaten nach Durchführung des Updates und bis zu einer Gesamtlaufleistung des jeweiligen Fahrzeuges von max. 250‘000 km bei Inanspruchnahme der vertrauensbildenden Massnahme (je nachdem, welches Kriterium früher greift). ŠKODA hat immer erklärt, dass mit der Umsetzung des Updates hinsichtlich Dauerhaltbarkeit des Motors und seiner Komponenten keine Verschlechterungen verbunden sind und alle typgenehmigungsrelevanten Fahrzeugwerte unverändert Bestand haben. Die Regulierungsbehörden haben ausdrücklich bestätigt, dass die gesetzlichen Anforderungen erfüllt sind. Diese Bestätigung gilt auch für die Anforderungen an die Dauerhaltbarkeit des Emissionskontrollsystems. Hieran ändert sich durch die vertrauensbildende Massnahme nichts. Damit gibt ŠKODA vielmehr nun ein weiteres klares Signal dafür, dass mit dem Update keine negativen Auswirkungen auf die Dauerhaltbarkeit des Fahrzeugs verbunden sind. Ziel ist es, das Vertrauen aller Kunden in die Zuverlässigkeit des Updates zu stärken. Detaillierte Auskunft über die Voraussetzungen und den Umfang der vertrauensbildenden Massnahme können Kunden zeitnah bei allen Partnerbetrieben der Marken erhalten.

8. Welche Marken bieten die vertrauensbildende Massnahme und welche Modelle sind davon betroffen?
Die vertrauensbildende Massnahme gilt für alle Fahrzeuge mit Dieselmotoren des Typs EA189 der Marken Volkswagen, Audi, Seat, ŠKODA und Volkswagen Nutzfahrzeuge, bei denen das Update durchgeführt wurde.


9. Für wen gilt die vertrauensbildende Massnahme?
Die vertrauensbildende Massnahme gilt für alle ŠKODA Kunden, deren Fahrzeuge mit dem Dieselmotor des Typ EA189 ausgestattet sind und die ihr Fahrzeug im Rahmen der Serviceaktion 23R6 Motorsteuergerät (NOx) im Kontext der Dieselthematik updaten lassen, allerdings nur innerhalb einer Gesamtlaufleistung des Fahrzeugs von maximal 250‘000 km bei Inanspruchnahme der vertrauensbildenden Massnahme und bei nachgewiesener vorheriger Durchführung aller durch den Hersteller empfohlenen Service- und Wartungsarbeiten (d.h. „scheckheftgepflegte“ Fahrzeuge). Die vertrauensbildende Massnahme ist an die jeweilige Fahrgestellnummer gebunden, so dass dieses bei einem zwischenzeitlichen Verkauf innerhalb des 24-monatigen Zeitraums auch für den nachfolgenden Fahrzeugeigentümer gilt.

10. Welche Teile werden durch die vertrauensbildende Massnahme abgedeckt?
Die vertrauensbildende Massnahme gilt für insgesamt 11 Bauteile des Abgasrückführungssystems, des Kraftstoffeinspritzsystems und des Abgasnachbehandlungssystems: Lambdasonde, Temperaturfühler, Umschaltventil Abgasrückführung, Ventil Abgasrückführung, Differenzdrucksensor, Einspritzdüse, Hochdruckpumpe, (Kraftstoff-) Verteilerleiste, Druckregelventil, Drucksensor, Einspritzleitung. Die Markenpartner sind informiert, welche Bauteile dies sind. Auf die Erklärung von ŠKODA, dass den Kunden durch die technischen Massnahmen keine Nachteile im Hinblick auf die Dauerhaltbarkeit des Motors und seiner Komponenten entstehen, hat die vertrauensbildende Massnahme keine Auswirkung. Die Regulierungsbehörden haben bestätigt, dass das Update alle gesetzlichen Anforderungen erfüllt und hinsichtlich Kraftstoffverbrauch, CO2-Emissionen, Motorleistung und Drehmoment sowie Geräuschemissionen zu keinen Verschlechterungen führt.

11. Was sind die Voraussetzungen dass ich von der vertrauensbildenden Massnahme profitieren kann?
Zusätzlich zu den oben ausgeführten Voraussetzungen:
1) Die vertrauensbildende Massnahme
• kann nur gegenüber und von einem autorisierten Servicepartner erhoben, beurteilt und ausgeführt werden,
• gilt ausschliesslich für Defekte in Werkstoff und Werkarbeit der folgenden Fahrzeugkomponenten: Lambdasonde, Temperaturfühler, Umschaltventil Abgasrückführung, Ventil Abgasrückführung, Differenzdrucksensor, Einspritzdüse, Hochdruckpumpe, (Kraftstoff-)Verteilerleiste, Druckregelventil, Drucksensor, Einspritzleitung
• umfasst nicht die Bereitstellung von Ersatzfahrzeugen, Ersatz von Aufwendungen, Schäden etc.

2) setzt voraus, dass
• das betroffene Fahrzeug EA 189 an der Serviceaktion 23R6 teilgenommen hat
• das Fahrzeug ordnungsgemäss gemäss den Serviceplänen, Service-Updates und Rückrufen gemäss ŠKODA gewartet wurde,

3) und sofern keiner der folgenden Fälle gilt:
• Fälle von natürlichem Verschleiss, d.h. der Beeinträchtigung des Fahrzeugs und seiner Teile durch Abnutzung
• Der Eigentümer oder ein nicht autorisierter Servicepartner und/oder Händler hat das Fahrzeug nicht ordnungsgemäss repariert, gewartet oder gepflegt (z. B. durch Verwendung von Teilen, die der Hersteller nicht genehmigt hat)
• Die Vorschriften über den Betrieb, die Behandlung und die Pflege des Fahrzeugs, z.B. aus der Bedienungsanleitung, sind nicht befolgt worden.
• Das Fahrzeug wurde durch Dritte oder durch externe Einflüsse wie Unfälle, Gewitter / Hagel, Hochwasser etc. beschädigt, die den Gegenstand der Beschwerde hervorgerufen haben.
• Sämtliche den Partikelfilter betreffende Beschwerden, die auf die Aschebelastung des Partikelfilters zurückzuführen sind.
• Es wurden Teile in das Fahrzeug eingebaut, die der Hersteller nicht genehmigt hat, oder das Fahrzeug wurde in einer nicht autorisierten Weise geändert, z.B. durch (Chip-)Tuning. • Das Fahrzeug wurde unsachgemäss genutzt, z.B. bei Motorsportwettbewerben oder durch Überladung.
• Der Fahrzeughalter hat die Beschwerde nicht innerhalb eines angemessenen Zeitraums angezeigt.
• Der Fahrzeughalter hat ŠKODA nicht die Möglichkeit gegeben, innerhalb eines angemessenen Zeitraums den Gegenstand der Beschwerde zu klären.


12. Woran erkennen Gebrauchtwagenkäufer, ob das Fahrzeug bereits nachgebessert wurde? Gibt es eine spezielle Kennzeichnung am Fahrzeug?
Ja, es gibt im Bereich der Reserveradmulde im Kofferraum einen Aktionsaufkleber, der die Nachbesserungsmassnahme ausweist. Ausserdem wird diese in der elektronischen Fahrzeughistorie hinterlegt, auf die jeder ŠKODA Vertragspartner Zugriff hat. Ebenfalls wird die Nachbesserung im Serviceheft des Fahrzeugs händisch eingetragen.


13. Können durch den Einsatz der Manipulationssoftware Schäden am Fahrzeug entstehen?
Nein, durch den Einsatz der Software können keinerlei Schäden an Ihrem Fahrzeug entstehen. Mit der genutzten Software konnte eine Prüfstandsituation durch das Fahrzeug erkannt werden, im normalen Alltagsbetrieb war die Software inaktiv.


14. Gibt es einen Einfluss auf die Restwerte von betroffenen Fahrzeugen?
Wir haben keine Erkenntnisse, dass die Nachbesserung der betroffenen Fahrzeuge nachteiligen Auswirkungen auf den Restwert haben wird. Geringfügige Preisschwankungen sind bei Gebrauchtwagen völlig normal, unabhängig vom Fahrzeugtyp. Was wir im Markt für gebrauchte Dieselfahrzeuge beobachten, liegt innerhalb der normalen Schwankungsbreite. Dies bestätigen unabhängige Institute wie z.B. Eurotax. Wir haben ebenfalls keine Anhaltspunkte für die Annahme, dass Händler, die keine ŠKODA Partner sind, niedrigere Werte beim Abverkauf der betroffenen Fahrzeuge erzielen, als ŠKODA Vertragshändler.


15. Was müssen Kunden tun, wenn sie betroffene Autos auf dem Occasionsmarkt kaufen, welche bislang kein Softwareupdate erhalten haben?
Bitte wenden Sie sich an Ihren Volkswagen-, Volkswagen Nutzfahrzeuge-, Audi-, ŠKODA oder SEAT-Partner.

16. An wen wende ich mich, wenn mein Auto nach der Durchführung der technischen Massnahme ein Problem hat?
Betroffene Kunden können sicher sein, dass die technischen Massnahmen erfolgreich umgesetzt werden und keine Verschlechterungen hinsichtlich Treibstoffverbrauch, CO2-Emissionen, Motorleistung und maximalem Drehmoment sowie Geräuschemissionen mit sich bringen werden. Dies war wesentliche Voraussetzung für die Genehmigung der Massnahmen durch die zuständigen Regulierungsbehörden. Sollten Sie dennoch ein Problem feststellen, wenden Sie sich bitte an den nächsten ŠKODA Servicepartner oder rufen Sie die ŠKODA-Hotline unter der 0800 189 004 an.


17. Ich bin Eigentümer eines betroffenen Fahrzeugs und lebe in der EU28. Ich habe mich entschieden, nicht an der Softwareimplementierungsmassnahme teilzunehmen. Was passiert, wenn ich dauerhaft in die Schweiz ziehe, in dem die technische Massnahme verpflichtend ist und ich mein Fahrzeug mitnehmen möchte?
Sie müssen Ihr Fahrzeug in hier registrieren. Normalerweise werden Sie von den Behörden darüber informiert, dass Sie das Update innerhalb einer bestimmten Zeit erhalten müssen. Bitte kontaktieren Sie den ŠKODA Servicepartner in Ihrer Nähe.