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Herbststimmung in Nussform

Wenn die Temperaturen langsam kühler werden, durchzieht wieder der Duft von gerösteten Marroni die Strassen der Schweiz. Auch viele Familien sammeln die Nüsse des Kastanienbaums für herbstliche Dekorationen und zum Selberkochen. Leider sehen Marroni, Edelkastanien und Rosskastanien für Ungeübte ziemlich gleich aus. Den Unterschied erkennt man an den Stacheln der Hülle, die bei der essbaren Marroni und Edelkastanie buschig-fein sind – die Dornen der giftigen Rosskastanien sind sichtbar dicker.

Mehr als Suppengemüse

Der Kürbis gehört einfach zum Herbst– egal ob als leckere Suppe zu einem wärmenden Abendessen oder als saisonale Dekoration. Das war aber lange Zeit nicht so. Denn obwohl die Vitaminbombe in Lateinamerika bereits seit über 10'000 Jahren kultiviert wird, ist sie in Europa erst seit dem 16. Jahrhundert bekannt. Eine bei uns besonders populäre Kürbisart ist übrigens die Zucchini. Und diese ist, wie alle Kürbisse, eine Beere. Genauer gesagt eine Panzerbeere, da die Aussenhaut ledrig bis hart ist.

2021

Tierische Pflanzen?

Im September beginnt die Hauptsaison der Pilzernte und damit auch das entsprechende Sammelfieber. Bis ins späte 20. Jahrhundert hielt man die Gewächse noch für Pflanzen – das sind sie aber nicht. Pilze sind zwar wie Pflanzen sesshafte Lebensformen, betreiben aber keine Photosynthese: Sie ernähren sich durch die Aufnahme organischer Substanzen, so wie Fische oder Säugetiere. Deswegen sind sie nach heutigem Wissen näher mit den Tieren verwandt als mit den Pflanzen und gelten als eigene Lebensform.

Langstreckenflieger

Der deutsche Bischof und Gelehrte Albertus Magnus, der im 13. Jahrhundert lebte, glaubte noch, dass die Störche den Winter schlafend im Wasser verbrächten. Heute wissen wir, dass die weissen Vögel in der kalten Jahreszeit in ihre Überwinterungsquartiere nach Afrika fliegen. Allerdings tun sie dies weniger, um der Kälte zu entkommen – es ist die winterliche Nahrungsknappheit, die die Zugvögel zu rekordverdächtigen Langstreckenflieger machen: Bis zu 10’000 Kilometer legen Sie auf einem Weg zurück.

Die Erfindung der Ferien

Die erste Ferienregelung der Schweiz wurde 1879 eingeführt, davor waren Kurtage eher dem Adel vorbehalten. Allerdings profitierten nicht alle von den Freitagen, sondern zunächst nur die Bundesbeamten. Als nächste erhielten die Büroangestellten Urlaub zugesprochen, weil man befürchtete, dass sie in ihren Büros an Sauerstoffmangel litten. Für die Büezer hingegen hielt man Ferien für nicht für notwendig, sie «durften» ihr ja Werk draussen verrichten. Erst ab 1920 erhielten sie regelmässig Ferien.

Das Edelweiss: Die Königin der Alpenblumen

Etwa 1’000 Alpenblumen sind in der Schweiz beheimatet, das Edelweiss jedoch gilt als ihre Königin. Das hat wahrscheinlich mit dem von Alpinisten verbreiteten Volksglauben zu tun, dass die Pflanze besonders selten sei und nur auf Eis und steilen Felsen wachse – allerdings ist die Art auch in Asien weit verbreitet. Heute ziert das geschützte Edelweiss nicht nur die nationale Tourismusorganisation, sondern auch den Fünfliber, wo es neben dem Schweizer Wappen prangt.

Die Schweiz ist ein Waldland

Rund ein Drittel unserer Landesfläche ist mit Wald bedeckt. Und diese nimmt jährlich zu – in etwa um die Fläche des Thunersees. Das ist wichtig, denn unsere grüne Lunge hat aussergewöhnliche Funktionen. So schützt uns der Wald vielerorts vor Lawinen oder Steinschlag und sorgt gleichzeitig für rund 40% unseres Trinkwassers. Über 25’000 Tierarten bietet der Wald ein Zuhause und auch für uns Menschen ist er eine Quelle der Erholung. In Japan gilt das «Waldbaden» sogar als Medizin.

Über Erdbeeren die keine sind

Im Mai beginnt in der Schweiz wieder die Erdbeersaison – doch die wohlschmeckende Beere verbirgt ein Geheimnis: Sie trägt ihren Namen zu Unrecht. Botanisch gesehen handelt es sich um eine Sammelnussfrucht, wobei die kleinen gelben Kerne auf der Aussenseite die eigentlichen Nüsschen sind. Gleiches gilt für die Himbeeren und Brombeeren, bei denen es sich in Wahrheit um Sammelsteinfrüchte handelt. Nicht gewusst? Machen Sie sich nichts daraus! Botanisch gesehen gibt es nämlich auch kein Gemüse.

Frühlingsgefühle

Der Frühling löst in vielen Menschen Hochgefühle aus, verantwortlich dafür sind unsere Hormone. Im dunklen Winter produziert unser Körper vermehrt das Schlafhormon Melatonin, aber wenn die Sonne wieder länger scheint, erhöht sich in individueller Ausprägung die Produktion des Glückshormons Serotonin. Wer dem positiven Effekt etwas auf die Sprünge helfen will, kann hin und wieder zu dunkler Schokolade greifen: Sie enthält eine Vorstufe von Serotonin, die ebenso stimmungsaufhellend wirkt.

Aller guten Dinge sind Vier

Der 20. Februar 1938 war ein besonderer Tag für die rätoromanische Sprache. Eine deutliche Mehrheit der Schweizer Stimmberechtigten legte ein «Ja» in die Urne und Rätoromanisch wurde zur 4. Landessprache gewählt. Die Sprache gibt es bereits seit 700 n. Chr., damals sprach man sie noch bis zum Bodensee und am unteren Ende des Zürichsees. Übrigens, Rätoromanisch ist ein Überbegriff für fünf verschiedene Mundarten: Das Sursilvan, Sutsilvan, Surmiran, Putér und Vallader.

Was Caesar mit Neujahr zu tun hat

Bei den Römern am 1. März – der 1. Januar hingegen war nur der Tag des Amtsantritts der Magistrate. Erst mit der Einführung des julianischen Kalenders durch Caesar wurden die ursprünglich am Ende des Jahres angehängten Monate Januar und Februar an den Jahresanfang verlegt. Dadurch konnten Kalender- und Amtsjahr nun gleichzeitig beginnen. So kommt es auch, dass die Zählmonate September, Oktober, November und Dezember im Kalender nicht mehr der Position ihrer Namen entsprechen.

2020

Wie der Lebkuchen zur Weihnacht fand

Dass man zu Festzeiten spezielles Gebäck zubereitet, ist schon für die vorchristliche Zeit belegt. Unsere Weihnachtsguetzli haben ihren Ursprung in den mittelalterlichen Klöstern. Dort finden sich unter anderem die ersten Rezepte für Lebkuchen. Der Begriff Pfefferkuchen ist übrigens gleichbedeutend mit Lebkuchen. Als Pfeffer bezeichnete man früher alle Gewürze fremdländischer Herkunft. Heute ist bei uns in der Schweiz natürlich das Mailänderli der Liebling unter den Weihnachtsguetzli.

Schlafend durch den Winter

Im Winterschlaf senken viele Säugetiere nicht nur ihre Körpertemperatur auf 9 bis 1 °C, auch die verschiedenen Organe verringern ihre Tätigkeit. So schlägt das Herz eines Murmeltiers noch zwei- bis dreimal pro Minute und nicht hundertmal wie während der Wachphase. Auf das Atmen scheinen sie fast komplett zu verzichten, ein Atemzug pro Stunde reicht ihnen aus. Wer aber denkt, dass sie die ganze Zeit schlafen, der irrt! Der Schlaf wird in regelmässigen Abständen von kurzen Wachphasen unterbrochen.

Die Genuss-Geheimnisse der Schweiz

Die typischen Käsesorten unseres Landes kennen Sie. Aber hätten Sie gewusst, dass in der Schweiz auch Stör-Kaviar produziert wird? Oder haben Sie schon einmal einen Kaffee aus Bohnen der höchsten Kaffeerösterei Europas gekostet? Entdecken Sie jetzt mit uns kulinarische Ausflugsziele, die Ihnen das Wasser im Mund zusammenlaufen lassen.  

Halb Tag, halb Nacht

Hinter dem Begriff «Tagundnachtgleiche» verbirgt sich ein astronomisches Ereignis, das zweimal im Jahr stattfindet. Am 22. September geht die Sonne genau im Osten auf und verschwindet nach genau zwölf Stunden exakt im Westen. So, wie sie es bereits am 20. März tat. Damit beginnt für die nördliche Halbkugel der astronomische Herbst, im Süden der Frühling. Dies wussten schon die antiken Völker, die dies mit Erntedankfesten feierten, von denen sich einige bis in die heutige Zeit erhalten haben.

Schöne Täuschung

Was hier aussieht wie ein abstraktes Gemälde, sind vielmehr die Schuppen auf den Flügeln eines Schmetterlings. In den unterschiedlichsten Farbvarianten dienen sie der cleveren Tarnung des Insekts. Mit auffällig leuchtenden, kontrastreichen Farben warnen sie ihre Fressfeinde: Ich bin ungeniessbar und giftig. Weltweit gibt es über 180’000 Schmetterlingsarten und sogar noch mehr verschiedene Färbungen, denn oftmals unterscheiden sich die Muster auch innerhalb einer Art stark. Ein Farbenfest!

Zeitzeugen

Unglaublich – eine der berühmtesten Uhren der Welt stammt nicht aus der Schweiz: die Parkuhr. Erfunden im Juli 1935 in den USA, kam sie 17 Jahre später in Basel zum ersten europäischen Einsatz. Seit 1952 müssen Autofahrer hierzulande in die Tasche greifen, wenn sie ihr Fahrzeug abstellen und die «eisernen Politessen» mit Münzen füttern. Modernere Automaten läuten in den 90ern aber das Ende der «klassischen» Parkuhr ein, während heute vermehrt auch komfortabel per Smartphone bezahlt werden kann.

Schweizer Ort mit vier zahlen

Am 26. Juni 1964 führte die Schweizerische Post als weltweit drittes Land nach Deutschland und den Vereinigten Staaten die Postleitzahlen ein. Jede der vier Zahlen definiert dabei eine geografische Lage. Die erste Ziffer zeigt z. B. an, ob sich eine Ortschaft eher im Osten oder im Westen des Landes befindet. Über 4’400 Postleitzahlen sind aktuell vergeben, aber nur zwei Schnapszahlen: 4444 für Rümlingen und 8888 für Heiligenkreuz.

Was sieht aus wie ein Maikäfer, ist aber keiner?

Den Maikäfer und Junikäfer unterscheiden mehr als nur ein Monat. Aber was? Die beiden gefrässigen Insekten sind bei genauerem Hinsehen gut auseinanderzuhalten. Der Maikäfer ist mit ca. 3 cm nicht nur der grössere – mit den umfangreicheren Fühlerfächern und dem schwarz-weissen Zickzackmuster an den Seiten ist er auch der auffälligere Vertreter der Blatthorn-Käfer-Familie. Zudem ist er tagaktiv, während der Junikäfer erst zur Dämmerung aufsteigt, um sich auf Blüten und Blätter zu stürzen.

Die beste Adresse um fit zu bleiben, ist Ihre eigene

Noch nie waren Büro und Fitnessstudio so nah. Vom Home Office ins Home Gym sind es wahrscheinlich nur ein paar Schritte. Entdecken Sie die sportlichen Seiten Ihres Zuhauses. PET-Flaschen und Bücher eignen sich als Hanteln, Einkaufstaschen als Kettle Bells, Treppen als Stepper. Aber auch für Stuhl, Tisch, Couch und viele weitere Alltagsgegenstände gibt es unzählige Übungen. Werden Sie kreativ. Ihre Fitness braucht kein Abo, nur Ihr Zuhause.

Ans Wasser denken

Mit nur 0.6% der Fläche Europas, speichert die Schweiz 6% des gesamten Süsswassers des Kontinents. Dessen permanente Verfügbarkeit ist für uns eine Selbstverständlichkeit – für einen Grossteil der Welt jedoch alles andere als normal. Darum erinnert am 22. März der World Water Day an die Bedeutung des Wassers. Eine gute Gelegenheit, seinen eigenen Umgang damit zu hinterfragen: Denn auch in einem Land voller Seen, Flüsse und Wasserfälle ist wertschätzende Sparsamkeit durchaus angebracht.

Putziger Februar

Der Name Februar leitet sich vom römischen Reinheitsritual Februa ab und tatsächlich gilt der Februar seit Generationen als Auftakt zur Frühlingsputzete. Viele Quellen führen die Putz-Euphorie aufs persische Neujahrsritual des «Hausschüttelns» zurück. Andere sehen den Ursprung im jüdischen Pessachfest bzw. in dessen Vorbereitung. So oder so: Laut Wissenschaftlern der Universitäten Yale und Columbia rangiert die Schweiz punkto Sauberkeit an zweiter Stelle, hinter Island und vor Costa Rica.

Schaltjahr statt Juli im Winter

Die Erde umrundet die Sonne in 365 Tagen. Richtig? Falsch! Sie braucht genau 365 Tage, 5 Stunden, 48 Minuten. Die Erde hinkt also dem Kalenderjahr um fast 6 Stunden hinterher. Würde man nichts dagegen tun, fände der Juli in ein paar Hundert Jahren im Winter statt. Findige Köpfe haben deshalb das Schaltjahr erfunden. Alle vier Jahre hat der Februar 29 statt 28 Tage. Auch in diesem Jahr erhalten Sie 24 Stunden geschenkt, um die Freuden richtig auszukosten.