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Junger Trieb

Spargeln werden ab Mitte April bis Ende Juni gestochen und frisch verkauft – quietschen die Stangen beim Aneinanderreiben, gilt das als echtes Frischesigel. Geernet werden immer nur die jungen Triebe des Wurzelstocks, bevor sich dieser ein weiteres Jahr «erholt». Die Farbvarianten des Gemüse variieren je nach Sonneneinstrahlung von weiss - unter dem Erdwall - über violett bis typisch grün auf dem offenen Feld. Alle Achtung: Spargel ist eine Giftpflanze! Die roten Beeren des Spargellaubes bitte nicht essen.

April, April!

Der Aprilscherz geht wohl auf historische Erzählungen, sogenannte Narrentage, zu-rück. 1564 wurde mit der Kalenderreform der Jahresbeginn vom 1. April auf den 1. Januar verschoben. Die Reform sorgte für grosse Verwirrung und stiftete viele Bürger Frankreichs zu Scherzen an. Wer auf diese hereinfiel und den Jahreswechsel weiter-hin am 1. April feierte, wurde verspottet. Noch heute wird in Frankreich versucht, sogenannte «April-Fische» aus Papier unbemerkt an den Rücken anderer zu kleben. Auch bei uns sind heutzutage den Medienberichten kurriose Beiträge zu entnehmen – «April, April!».

Der Wald erwacht

Seit Anfang März macht sich der Frühling langsam bemerkbar. Die Tage werden merkbar länger und die Temperaturen steigen mit der Nachmittagssonne angenehm. Dies macht sich auch in der Natur bemerkbar. Neben ersten Blumen und frischen Zweigen erwachen auch die Wälder aus der Winterruhe. Im Stammesinneren, in den Leitungsbahnen, schiessen dabei nun die Säfte von den Wurzeln in die Krone. Hört her! In Birken oder Buchen «gluckst» und rauscht es.

Das Phänomen: Schaltjahr

Unsere Tage und Jahre richten sich nach der Drehung der Erde um sich selbst sowie um die Sonne. Da die Rotation der Erde um die eigene Achse nicht gleichmässig verläuft, passt die Dauer eines Jahres mit 365 Tagen nicht genau. Alle vier Jahre erhält das Jahr deshalb einen zusätzlichen Schalttag: den 29. Februar. Würden wir dieses Jahr auf den Tag verzichten, müssten wir 2025 bis 5.49 Uhr am Morgen auf Silvester warten. Der Schalttag fällt auf den Februar, weil dieser nach der alten Kalenderzählweise den letzten und daher den am wenigsten bedeutsamen Monat darstellte.

Die Geschichte des Eishockeys

Im März 1875 fand in Montreal ein bedeutsames Eishockeyspiel statt, das erstmals in die Geschichtsbücher einging. Seither gilt Kanada als Mutterland des Sportes. Ursprünglich stammt das Wort Hockey aus dem Französischen und bedeutet «Krummer Stock», was auf die anfängliche Ausrüstung eishockeybegeisterter Jugendliche zurückzuführen ist. Damals dienten Äste, Blechbüchsen und normale Winterstiefel auf kleinen, natürlichen Eisflächen zum Spielen.

2023

Advent, Advent, ein Lichtlein brennt

Der Adventskranz ist bereits über 180 Jahre alt. Als erster Vorgänger dieser Tradition wurde ein altes Wagenrad aus Holz mit 23 Kerzen – 19 grossen weissen und vier kleinen roten – bestückt. Die Kerzen symbolisierten die Tage vom ersten Advent bis hin zum Heiligabend – ähnlich wie bei einem Adventskalender. Aus praktischen Gründen wurde die Anzahl der Kerzen im Laufe der Jahre auf vier reduziert,eine Kerze pro Adventssonntag.

Bitte lächeln!

Ein guter Witz kann den ganzen Raum erhellen, trotzdem werden nur 20 Prozent aller Lacher von Witzen ausgelöst. Der Rest entfällt auf Alltagssituationen, die ganz ohne Humor oder Pointe auskommen. Diese «Spasskommunikation» ist aber besonders wichtig, denn sie dient dazu, unseren Mitmenschen bewusst oder unbewusst mitzuteilen, dass das Gegenüber uns sympathisch ist und sorgt für Entspannung. So lassen sich mit einem herzhaften Lachen auch komplexe Situationen charmant lösen.

Die Erfindung des Wanderns

Natürlich ging der Mensch schon immer lange Strecken, nur waren diese meistens militär-, nahrungs- oder handelsbedingt und somit zweckgebunden. Der Italiener Francesco Petracra gilt deswegen als erster historisch dokumentierter «zweckfreier» Wanderer, seitdem er 1336 den Mont Ventoux bestieg. Aber erst mit der Naturbegeisterung während der Aufklärung im 18. Jhd. wurde Wandern zur Erbauung oder Ertüchtigung populär. Mit rund 65'000 km ist das Schweizer Wandernetz heute das dichteste der Welt.

In den Lüften zu Hause

Die Alpensegler legen während eines Jahres nur eine einzige Flugpause ein – zur Brutzeit kehren sie jeweils an ihren vertrauten Brutplatz zurück. Dort pflanzen sie sich von Mai bis Juli fort, bevor sie sich erneut auf eine lange Reise in Richtung westliches Afrika begeben. Die Tiere verbringen die restliche Zeit ihres Lebens pausenlos in der Luft und essen und schlafen ebenfalls in der Höhe. 

Die Königin der Nacht

Ein Grossteil der Pflanzen richtet sich ganz nach dem Rhythmus der Sonne. Geht sie auf, öffnen sich die Blüten und schliessen sich, wenn es dunkel wird. Nicht so die Nachtkerze. Nach Sonnenuntergang öffnen sie ihre Blüten und verströmen dann einen intensiven Duft im Garten, der Nachtfalter und sogar Fledermäuse magisch anzieht. Doch die gelben Blüten sind nur kurzlebig – weil sie bereits am nächsten Morgen verwelken, muss die Nachtkerze jeden Tag eine neue produzieren.

Brain Freeze!

Der Sommer hat es nun auch zu uns geschafft und endlich ist wieder Glacezeit! Aber der Eisgenuss hat auch seine Tücken. Geniesst man zu schnell, entsteht ein stechender Schmerz in der Augenhöhle und hinter der Stirn. Grund dafür ist die Schutzreaktion unseres Hirnes, das uns vor Unterkühlung bewahren will: Damit der Blutfluss erhöht wird, ziehen sich die Gefässe zusammen. Der dadurch entstehende höhere Blutdruck führt zum kurzzeitigen Schmerz. Unangenehm, aber völlig ungefährlich!

Die Boten des Frühlings

In Japan feiert man wegen ihrer Schönheit Volksfeste, aber auch in der Schweiz zeigen sich die Kirschbäume zum Frühlingsbeginn von ihrer besten Seite. Besonders der Kanton Zug ist aufgrund ihrer 600 Jahren alten Kirschenkultur als Stadt der Kirschen bekannt und als UNESCO Kulturerbe anerkannt. Aber auch das Holz des grössten einheimischen Obstbaums ist begehrt. Seine einzigartige Maserung sowie die aussergewöhnlich hohe Härte machen es perfekt für den hochwertigen Möbel- und Instrumentenbau.

Die fünfte Jahreszeit

Schon vor über 5’000 Jahren feierten die Mesopotamier eine Art Karneval und kannten das fasnächtliche Grundprinzip der Narrenfreiheit. Eine Inschrift besagt, dass an diesem Tag die Sklavin der Herrin gleichgestellt sei. Unsere heutige Fasnacht hat ihren Ursprung jedoch eher bei den Kelten. Sie vertrieben den Winter, indem sie sich verkleideten und möglichst viel Lärm machten. Die Bedeutung als Vorbereitung der Fastenzeit kam erst später dazu und gab dem bunten Treiben schliesslich den Namen.

Tanz der Wärme

Um im antarktischen Winter bei -70 Grad überleben zu können, haben Königspinguine ein extrem dichtes, zweischichtiges Federkleid entwickelt. Das reicht aber noch nicht um den eisigen Temperaturen widerstehen zu können. Sie bilden riesige Knäuel aus mehreren Tausend Tieren, um warm zu bleiben. In diesen bleiben sie immer in Bewegung und drehen sich kreisförmig stetig von innen nach aussen. Dieser aussergewöhnliche Tanz sorgt dafür, dass die aussen nie zu lange den steifen Winden ausgesetzt ist.

2022

Der Duft der Weihnacht

Zu dieser Jahreszeit riecht man den aromatischen Duft überall. Gewonnen wird Zimt aus der Rinde des Zimtbaumes, der in tropischem Klima wächst. Während sich das Gewürz als eines der ältesten seit über 4'000 Jahren grösster Beliebtheit erfreut, ist es für die Normalverbrauchenden erst seit dem Ende des 19. Jahrhunderts erschwinglich und entwickelte sich zum typischen Weihnachtsduft. Heute ist Zimt die wohl meistverzehrte Rinde der Welt.

Vom Heulen zum Bellen

Wenn man sich Chihuahuas und Pudel ansieht, kann man kaum glauben, dass auch sie vom Wolf abstammen. Doch im Laufe der Zeit hat die gemeinsame Evolution von Mensch und Wolf die verschiedensten Hunderassen hervorgebracht. Angezogen von Essensresten, näherten sich die Wildtiere bereits in der frühen Steinzeit unseren Lagerfeuern. Die zutraulichsten unter ihnen wurden schliesslich die Vorfahren unserer Haustiere. Diese Verbindung hat bis heute über 340 unterschiedliche Hunderassen hervorgebracht.

Wald aus Versehen

Wie viele Säugetiere in unseren Breitengraden, bereiten sich auch Eichhörnchen eifrig auf den nahrungsärmeren Winter vor. Im Sommer sammeln sie deswegen grosse Mengen Baumsamen, die sie für den Winter vergraben. Ein Umstand, der für die Waldentwicklung äusserst förderlich ist, denn die putzigen Nager vergessen später oft, wo sie ihre Vorräte vergraben haben. So schaffen sie ideale Bedingungen für die Verjüngung des Waldes und lassen dadurch bisweilen sogar neue Wälder entstehen.

Von Grün zu Bunt

Langsam werden die Tage wieder kühler und das Sonnenlicht wird jeden Tag etwas weniger. Für viele Laubbäume ist das das Signal, dass sie nun Energie sparen müssen. Dies erreichen sie, indem sie den Blättern den für die Photosynthese zuständigen grünen Farbstoff Chlorophyll entziehen und in Stamm sowie Wurzeln einlagern. Da das Grün nun nicht mehr die anderen Farbstoffe überlagert, zeigen sich die Blätter im bunten Gewand und verschönern uns so herbstliche Waldspaziergänge.

Alles Früchte – Oder?

Kaum eine Frucht steht so sehr für den Sommer wie die Melone. Saftig-süss und gern auch leicht gekühlt, bietet sie an heissen Tagen grössten Genuss – fast zu gut, um wahr zu sein. Tatsächlich ist es das auch nicht, denn streng genommen ist sie ein Gemüse: Sowohl Wasser- als auch Honigmelonen zählen zu den Kürbisgewächsen. Daher überrascht es nicht, dass sich Melonen auch pikant gut kombinieren lassen. Probieren Sie zum Beispiel einen Wassermelonen-Feta-Salat mit Minze und Gurke.

Rosen sind rot, Kornblumen sind blau

Mit Hilfe von Farbstoffen präsentiert sich die Natur im Sommer in den schönsten Farben. Der bekannteste Farbstoff ist das Chlorophyll, das die Blätter grün färbt und wie winzige Solarzellen funktioniert. Für das Blau zuständig sind die Anthocyane. Kurz nach deren Entdeckung fand man aber heraus, dass genau diese auch die Rottöne hervorrufen. Erst durch eine komplexe Aneinanderreihung der Anthocyane wird ein energetisch günstiger Zustand erreicht, der die blaue Farbe erzeugt.

Teichgesang

Von April bis Juni durchdringt das laute Quaken der Frösche die Stille der Nacht. Mit ihren Rufen buhlen die Männchen lauthals um die Gunst der Weibchen. Sie können so bis zu 90 Dezibel erreichen, was in etwa dem Geräuschpegel eines vorbeifahrenden Güterzugs entspricht. Das Quaken selbst entsteht im Kehlkopf der Amphibien – die charakteristisch aufgeblähten Schallblasen dienen dabei als Resonanzkörper und verstärken das Geräusch ähnlich wie ein Lautsprecher.

Mehr als ein Glücksbringer

Himmugüegeli, Herrgotts-Tierli, Heerelobeli: Die Spitznamen für den Marienkäfer lesen sich wie ein Loblied. Meistens ist damit der bei uns heimische Siebenpunkt-Marienkäfer gemeint. Mit seiner sanften Art und dem kräftigen Rot ist der Marienkäfer ein gern gesehener Gast in jedem Garten. Aber besonders willkommen ist sein unstillbarer Appetit auf Blattläuse, der ihn zum natürlichen Schädlingsbekämpfer macht. Deswegen gilt er zu Recht als Glücksbringer.

Internationaler Weltfrauentag

Als 1911 der erste internationale Frauentag stattfand, zogen auch in der Schweiz viele Frauen auf die Strasse. Als Zeichen der Solidarität trugen sie im Kampf um das Frauenstimmrecht am Revers eine rote Nelke. Da Versammlungen und das Mitführen von Fahnen seit dem Ende des 19. Jahrhunderts verboten waren, diente die Blume als Abzeichen der Gleichgesinnten. So konnten die Demonstrierenden ihre Verbundenheit gewaltlos bekunden, was auch in der Schweiz, wenn auch spät (1971), zum Erfolg führte.

Wie Schlitteln zum Sport wurde

Er ist das wohl älteste Transportmittel der Welt: Bereits die Ägypter schleiften mit dem Schlitten schwere Lasten durch den Sand. In den Alpentälern war er ab dem 17. Jahrhundert unabdingbar – man benutzte ihn, um Heu ins Tal zu bringen. Als dann 1883 die erste Schlittelpiste für Touristen in Davos eröffnet wurde, fand ein Brite so viel Gefallen daran, dass er kurzerhand ein internationales Schlittenrennen organisierte. Gewonnen hat aber nicht etwa ein Schweizer, sondern ein Australier.

Der schiefe Turm von Paris

Stolze 324 Meter ragt das weltberühmte Wahrzeichen von Paris in den Himmel. 324 Meter? Nicht immer. Wie jeder Festkörper ist auch der Eisenkoloss temperaturabhängigen Veränderungen ausgesetzt. Bei intensiver Sonneneinstrahlung kann er deutlich wachsen: Im Sommer 1976 wurden ganze 18 cm Ausdehnung gemessen. Ist er grosser Kälte ausgesetzt, schrumpft er wiederum. Das führt dazu, dass sich der Eiffelturm immer etwas von der Sonne wegneigt, da sich die abgewandte Seite weniger stark ausdehnt.